Kinect-Fazit einer Wii-Liebhaberin: „Die Wii hat ausgedient“

Eigentlich ist Claudia Frickel, eine Redakteurin von FOCUS-Online, ein bekennender Wii-Fan. Sicherlich habe Nintendos Konsole im Vergleich zur Konkurrenz einige Nachteile: Sie kann kein HD-Material anzeigen. Und auch sonst ist die Wii technisch nicht gerade das, was man fortschrittlich nennt, die Prozessoren und Grafikchips in Playstation und Co. sind deutlich leistungsstärker. Doch die Wii hatte bisher ein Alleinstellungsmerkmal, dass ihr Dasein auf dem Markt berechtigt: Ihre intuitive und viel erlebnisintensivere Steuerung. So urteilt auch Claudia Frickel: „Die Bewegungssteuerung mit Controller und Nunchuck ist so viel intuitiver, […] bei Sport- oder Rennspielen für zwischendurch mag ich nicht komplizierte Tastenkombinationen drücken müssen, und auch Adventures steuern sich besser.

Und wo bleibt Kinect?

Keine komplizierten Tastenkombinationen? Intuitive Steuerung? Hallo Frau Frickel, dann sind Sie der beste Kandidat für Kinect. Und das dachte sich wohl auch Kudo Tsunoda, der Mann, der für die meisten nach Bill Gates und Steve Ballmer wohl einer der ersten Namen ist, die mit Microsoft verbunden werden. Zumindest seit einigen Wochen, seitdem ihm seine Position als leitender Angestellter in der Kreativabteilung für Kinect bekannt gemacht hat. So kam es, dass die Online-Redakteurin von Tsunoda selbst eine kleine, exklusive Vorstellung von Kinect bekam – die sie auch annahm, wenn auch mit dem üblichen Misstrauen für den eingefleischten Fan des Konkurrenzproduktes.

Nach einer Stunde Spielspaß…

Zusammen mit Tsunoda wird also eine kleine Runde Kinect Adventures gespielt, der Spielesammlung, die Kinect standardmäßig beiliegt. Da gibt es zum Beispiel Rafting, bei dem zwei Personen in einem Boot sitzen und eine Wildwassertour unternehmen. Durch geschickte Gewichtsverlagerung gilt es dabei das Boot zu steuern und mit einem realen Sprung kann man Hindernisse im Spiel überspringen. Eine gute Kommunikation zwischen den beiden Partnern hat dabei allergrößte Priorität, wie Frickel am eigenen Leib erfährt.

Nach soviel Teamwork heißt es dann, beim Autorennen Joyride gegeneinander anzutreten, wobei das Spiel ganz schön aus der Luft gegriffen ist, im wahrsten Sinne des Wortes: Mit den Händen umgreift man ein nicht vorhandenes Lenkrad und steuert damit sein Fahrzeug.

…kommt das Fazit

Nach einer Stunde Spielspaß mit Kinect gibt es keinen Wii-Fan mehr, der ein Urteil abgeben könnte. Nur noch einen Ex-Wii-Fan. Und der urteilt erst einmal: „Kinect ist anstrengend, viel anstrengender als die Wii. Denn […] Schummeln funktioniert bei Kinect nicht.“ Ganz im Gegensatz zur Wii, wie Frickel erklärt. Und nach einer kurzen Verschnaufpause urteilt sie: „Wenn man bedenkt, dass die Xbox 360 die wesentlich bessere Grafik, eine große Festplatte und eine ausgefeiltere Online-Anbindung hat, spricht nur noch wenig für die Wii.“

Bild- und Zitatquelle: focus.de

2 Antworten auf Kinect-Fazit einer Wii-Liebhaberin: „Die Wii hat ausgedient“

  1. Xbox-Tarzan sagt:

    Cooler Artikel!
    Ehrlich gesagt glaube ich, dass mit Kinect echt viele derzeit noch eingefleischte Wii-Spieler zu Kinect-Fans werden.
    Klar, man muss dann wohl auf Mario und Luigi verzichten, aber dafür bekommt man mit Kinect scheinbar echt ein Spieleerlebnis der Extraklasse.

    Einfach komplett ohne Controller in der Hand – ich kann mir das noch gar nicht so richtig vorstellen :D

    Greetz
    Markus

    @Kinect360-Team: Ist eigentlich schon bekannt, wann Kinect bei und in Deutschland zu kaufen ist?

    • Daniel sagt:

      Hi Markus!
      Kinect ist schon vorbestellbar. Ab Mitte November ist es dann zusammen mit Kinect Adventures im Handel.

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