Resident Evil Schöpfer gibt Kinect keine Zukunft

Es ist verwunderlich und auch ein wenig amüsant zugleich, wenn man einmal beobachtet, was sich gerade für zwei Fronten auf dem Videospielmarkt bilden: Einerseits die Personen, die die sogenannten Motion Controller, also alternative Steuerungen, die Körperbewegungen in Steuersignale für Konsolen umwandeln, ohne Vorbehalt befürworten und in ihnen eine interessante Entwicklung für die Zukunft sehen. Und auf der anderen Seite die, die dem ganzen eher skeptisch gegenüberstehen und auf altgediente Steuerungen setzen wie den klassischen Controllern, also dem Gamepad, hin auch wieder dem Joystick oder dem Lenkrad.

Faszinierend dabei: Wie schon berichtet, sind gerade die Core-Gamer, also die Vielspieler, die Personen, die den größten Teil des Umsatzes generieren und nach denen sich die Entwicklerszene eigentlich richten sollte, kaum bis gar nicht überzeugt von den alternativen Bedienkonzepten. Und sie bekommen Unterstützung von ganz oben:, vor allem bekannt durch die Schöpfung von Resident Evil, schlägt sich nun ebenfalls auf die Seite der Core-Gamer und zweifelt an, dass sich innerhalb der nächsten zehn Jahre Steuerungsalternativen wie Move, Kinect oder die Wii durchsetzen könnten. Zumindest bei den Core-Gamern würden ihre Absatzzahlen weit hinter denen der herkömmlichen Steuerungen zurückbleiben.

Shinji Mikami begründet dies damit, dass die Konzepte noch nicht ausgereift genug seien. Ständige Weiterentwicklungen würden dafür sorgen, dass eine Alternative schnell veraltet und durch eine neue ersetzt würde. So meint Mikami: „Ich denke nicht, dass sich die Motion-Controller in den kommenden zehn Jahren zum Mainstream entwickeln. Wenn diese Technik einen Punkt erreicht, an dem die Bewegungen eurer Augen erfasst und vom Spiel umgesetzt werden; erst dann werden klassische Controller wirklich überflüssig. Allerdings wird es noch eine ganze Weile dauern, bis wir diesen Punkt erreicht haben.“

Die bisherigen Erfahrungen könnten Mikami Recht geben. So sind es nämlich nicht die Vielspieler, sonder viel eher die Gelegenheits-Gamer, die schon bei der Wii für einen enormen Absatz sorgen. Viele Familien und Sensioren greifen zu, denn das Bedienkonzept wird aufgrund der Bewegung als gesundheitsfördernd empfunden. Für Vielspieler, die einen hohen Wert auf Präzision und Reaktion legen, stellt jedoch bisweilen die Wii keine Alternative dar.

Bildquellen:

play3.de

pcgameshardware.de

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